heute werde ich Euch mal wieder an meinen Campingerlebnissen teilhaben lassen. Also los ging es am Donnerstag mit der Anreise zum Springbrook NP und dem Errichten des Hauptzeltes der kleinen Zeltstadt. Dies sollte unser Heim fuer die naechsten drei Tage/Naechte werden. Hauptzelte sind ja immer etwas groesser und deshalb haben wir da auch nicht rumgekleckert, sondern ein 7x4 m Dach eingepackt.
Da wir allerdings bei der Abfahrt in Brisbane und dem Einkaufen etwas rumgebummelt hatten (also bei Letzterem speziell ich), mussten wir bei Sonnenuntergang aufbauen.
Das Hauptdach stand dann auch um 6 pm (nach Sonnenuntergang!), so dass wir bei dem anschliessend einsetzendem tropischen Regenfall wenigstens im Trockenen unser kleines Zelt (klein im Sinne von kleiner - dort drin kann man mind. 5 Leute unterbringen) aufbauen konnten. Der stroemende Regen hatte uns dann leider auch am naechsten Morgen und fast den gesamten Freitag fest im Griff.

An einen Bushwalk war bei dem Wetter echt nicht zu denken, so dass wir morgens an die - ebenfalls verregnete - Goldcoast gefahren sind und am Nachmittag heissen Tee getrunken und ein Buch gelesen haben. Gott sei dank hat es kurz vor Sonnenuntergang dann endlich einmal fuer ein paar Minuten aufgehoert zu regnen, so dass die Neuankoemmlinge (die Armen, die Freitag noch arbeiten mussten) wenigstens ihre Zelte im Trockenen aufbauen konnten, wenn auch der Boden pitschenass war. Wir wurden allerdings mit einem wunderschoenen Sonnenuntergang fuer den vielen Regen entschaedigt.


Und da die Sonne uns den ganzen Tag ueber wohlgesonnen war, gab es auch den einen oder anderen Regenbogen im Wasserfall zu beobachten.

Ausserdem gab es dampfende Steine zu beobachten, kleine Creeks zum ueberqueren (ja Torsten diesmal hat es mich erwischt mit nassen Schuhen) und natuerlich viele, viele schoene Stellen zum photographieren.




Hier sind wir im Uebrigen richtig nass geworden beim durchqueren der Wasserfalls.

Obwohl unser Walk von mehreren Cookiepausen gepraegt war, haben wir zur Halbzeit dann doch Hunger nach etwas Herzhaftem bekommen, wo die geschmierten Schnittchen wieder ins Spiel kommen. Als ich dieses Photo geschossen habe stand ich mit dem Ruecken zu einem Wasserfall - herrliches Plaetzchen fuer ein Picknick, oder? Da dies das einzige Photo ist, auf dem alle (ausser mir natuerlich) drauf sind, sollte ich vielleicht mal kurz die Sache mit dem Vorstellen erledigen. Also von links im Uhrzeigersinn: Brad, Tom, Jo, Am, Rebecca und Brett.
Das naechste Photo ist mein persoenliches Winnerbild fuer den Trip. Zu meiner Schande muss ich allerdings gestehen, dass Tom dieses geschossen hat, nachdem er Brad und mich unterm Rainbow Waterfall photographiert hatte (darauffolgendes Photo). Fuer alle die, die nicht wissen, was es sein soll. Das ist der Wanderweg (ziemlich schlammig, oder?)


Tja, und nachdem wir dann die Tour in reichlich 5h hinter uns gebracht hatten, haben wir uns ein paar kleine treats gegoennt. Sowas nenne ich ja camping mit Stil!

Ja, ihr habt richtig gelesen Beach. Tagsueber kletterte das Thermometer auf 26 ºC!
See u
Kathy










Dort bin ich zwei Stunden kreuz und quer durch die ehemaligen Gefaengnisgebaeude spaziert, bevor es mich wieder raus in die Sonne zog. Einige Gebaeude sind schon so sehr verfallen, dass ueberall bunte Pflanzen hervorspriessen.

Seit einigen Jahren haben auch Moeven die Insel als Brutstaette entdeckt. Und da ich ja ein kleines Glueckskind bin, war auch gerade Schluepfzeit angesagt, so dass ich doch tatsaechlich kleine Jungmoeven gesehen habe.
Nach der Rueckkehr von Alcatraz bin ich noch ein wenig am Hafen entlang spaziert, bevor ich mich wieder in den Zug nach Berkeley gesetzt habe. Sonntag frueh war ich zum Fussball angucken im Universitypub. Es gab genau zwei Personen (incl. mir) im ganzen Pub die fuer Australien gecheert haben und der ganze Rest war fuer Brazil. Ich bin sicher das war der Grund warum Australien verloren hat! Am Nachmittag musste ich dann zur Tagungsvenue dem SFO Airport Crowne Plaza. Huebsches Hotel, aber wer um Himmels willen organisiert eine Tagung am Airporthotel wo nix rundherum zu tun ist. Wahrscheinlich wollten sie vermeiden, dass die Teilnehmer zwischendurch Sightseeing in der City machen und das geht am besten, wenn noch nicht einmal public transport in der Naehe ist und die Vortraege von frueh 8:30 am bis abends 6:00 pm gehen. Die Tagung an sich war aber wirklich interessant und useful.
Ich habe 'ne Menge Leute getroffen und auch das Feedback zu meinem Talk war echt prima. Ausserdem hat mich einer der Tagungsteilnehmer noch auf einen kurzen Ausflug nach Stanford mitgenommen, womit wir schon bei Uni Nr.2 waeren.

(Fuer alle die, die nicht in Chemnitz studiert haben: Rodolph war Doktorand, als ich mein Studium absolviert habe). Er arbeitet jetzt als Postdoc im Scripps Research Institute. Sonntag haben wir einen kleinen Ausflug zur Uni (UCSD) und zu seinem Institut unternommen und damit waeren wir bei Uni Nr.4 und 5. 