Halloechens alle zusammen,
nachdem ich mich langsam vom vielen Essen der vergangenen Tage erholt habe, werde ich Euch nicht weiter auf die Folter spannen, wie denn die vielen Festivitaeten nun so waren. Vorvergangenes Wochenende war ich ja - wie angekuendigt - zum Konzert marschiert. Eigentlich ohne richtig zu wissen, worauf ich mich da einlasse. Die Veranstaltung nannte sich "The Brodsky Quartett - Intimate reflections of the night" und fand im ehemaligen Powerhouse fuer die Strassenbahnen Brisbanes statt, welches unter Erhaltung der urspruenglichen Architektur in ein phantastisches Kulturzentrum umgestaltet wurde. Es beherbergt neben mehreren Buehnen eine coole gallery und ein schickes restaurant nebst ebenso schicker Bar. Wer Lust hat, kann ja mal unter
www.brisbanepowerhouse.org ein bisschen surfen.



Es wurden zunaechst Stuecke fuer stringquartetts aus den vergangenen zwei Jahrhunderten gespielt und anschliessend moderne Interpretationen von mexikanischen Komponisten zum Thema des Abends. Wie man allerdings bei dem Thema "intimate reflections of the night" auf schwirrende Insekten kommt erschien mir etwas fragwuerdig. Aber macht ja nix, ich bin ja nicht vom Fach. Die uebrigen Kompositionen waren Spitze und das Ende (eine neue Interpretation der "Ode of Joy") geradezu grandios. Zum Ausklang des Abends ging es dann noch nach Westend wo ich ein Glaesschen Wein nebst very tasty cheese genossen habe.
Die Woche in der Uni verging dann eher unspektakulaer, bevor es auch schon wieder Mittwoch wurde und die Vorbereitungen fuer Australia Day am Donnerstag in die heisse Phase gingen. Aus irgendeinem Grund ist Andrea naemlich der Meinung, dass meine Kuchen und Leckereien wesentlich besser sind als die ihren, so dass sie regelmaessig Bestellungen bei mir abgibt. So auch fuer Australia Day - sie wollte einen pineapple-almond-cake (ohne weisses Mehl), wie sie ihn in einer ihrer Schickimickizeitungen gesehen hatte. Ich selbst hatte aber fuer meine Party auch einen potato salad vorzubereiten und wollte einen zusaetzlichen Ueberraschungskuchen mitnehmen. Also in die Haende gespuckt und los gings. War dann auch gar nicht so schwer und langwierig, da die Girls mitgeholfen haben und Mark in der Zwischenzeit Abendbrot gemacht hat, so dass ich das nicht auch noch machen musste. Nachdem das erledigt war, konnte die Australia Day Party Donnerstag mittag mit drinks am Pool begonnen werden. Und da dieser Tag mit der ganzen Familie gefeiert wird, bekam ich zum ersten Mal das "ChemEng Gemeinschaftsbaby" Ruby zu Gesicht. Hier im Pool mit Mama und Papa, sowie Rebecca und Martajn (front), Tom und ??? (habe leider den Namen vergessen) sitzen am Rand.

Tja, und dann ist mir ja was ganz Peinliches passiert. Als ich mich umziehen wollte (es wurde dann doch etwas frisch im Wasser), habe ich mich fuer zwei Minuten aufs Sofa gesetzt und bin doch glatt eingeschlafen (war halt Mittagsschlafenszeit fuer die kleine Kathy). Als ich wieder aufgewacht bin, war die Sonne schon untergegangen und ich hatte das Abendbrot verpasst!!! So und jetzt ratet mal, was die Anderen gedacht haben. Genau, die waren der Meinung, ich haette zuviel getrunken, hatte ich aber gar nicht, das habe ich erst anschliessend in Angriff genommen. Der Rest hatte allerdings schon gute vier Stunden Vorsprung beim Trinken (das war so ziemlich die Laenge meines Mittagsschlafes), so dass ich sie nicht mehr einholen konnte.
In Anbetracht dessen, dass wir am abend zu vor kraeftig gefeiert haben, verlief der Freitag dann doch recht produktiv - zumal unser Chef ein grosses Lab-cleanup fuer nachmittags angesetzt hatte. Zuvor hat er uns alle aber noch zum Yum Cha (ja genau, das mit den Huehnerkrallen!) eingeladen. Mittlerweile bin ich ja trainiert, was die kleinen Haeppchen angeht und weiss, welche ich unter gar keinen Umstaenden auf meinen Teller befoerdern sollte. Lustig waren auch wieder meine Versuche mit chopsticks zu essen - zumindest fuer die Chinesen! Obwohl ich mich dieses Mal gar nicht so schlecht geschlagen habe, grosse weiche Sachen wie z.B. Dumblings gehen jetzt schon, nur mit den runden diep fried Sachen tue ich mich noch schwer.
Eine weitere Gelegeheit zum Ueben ergab sich dann Samstag abend, als ich zu Yang's Chinese New Year Party eingeladen war. Yang (hier links im Bild) mit Manuela (swiss German!), Joska und Sue-Ann haben stundenlang in der Kueche rumgewirtschaftet und allerlei leckere Sachen zubereitet: drei verschiedene Varianten Springrolls, Dumplings bzw. Chinese New Year Cake sind nur einige wenige davon.
Und bevor die Frage aufkommt, was sind denn eigentlich Dumblings? Hier rechts im Bild seht ihr die kleinen Nudelteigtaschen gefuellt mit gewuerztem Chickenmince. Diese werden gekocht und mit Essig bzw. Soy sauce serviert. Very tasty im uebrigen!

Zum chinesischen Jahreswechsel gehoert natuerlich auch der traditionelle Lionsdance, der Sonntag nachmittag dann in Chinatown zu bewundern war. Einziges Manko, die performance war irgendwie nur fuer die V.I.P.'s gemacht. Es wurde zwar extra ein Stueck Strasse in Chinatown gesperrt und viele Schaulustige hatten sich am Strassenrand aufgestellt um die Parade der Dragons and Lions anzusehen, aber es gab keine Parade, die Taenze wurden alle in der Mitte der Strasse vor der Buehne der V.I.P.'s aufgefuehrt. Naja, Gott sei Dank bin ich ja ein wenig groesser als manch anderer und kann Euch so wenigstens ein Photo aus der Ferne geknipst schicken.

So, damit will ich meinen kleinen Bericht fuer's Erste beenden. Vergesst mich nicht ganz am anderen Ende der Welt!
See u
Kathy